Vorsteuerabzug sichern: Frist für Zuordungsentscheidung beachten

gbk-steuerberater-frist

Um den Vorsteuerabzug bei gemischt genutzten Eingangsleistungen zu sichern, ist es wichtig eine Zuordnungsentscheidung zum unternehmerischen Bereich innerhalb der gesetzlichen Frist zu treffen. Der Vorsteuerabzung und später gegebenenfalls eine Vorsteuerberichtigung ist grundsätzlich nur möglich, wenn zumindest eine teilweise Zuordnung zum Unternehmensvermögen erfolgt. Bezieht ein Unternehmer Gegenstände mit der Absicht, diese teilweise unternehmerisch und teilweise nichtunternehmerisch zu verwenden, so hat er insbesondere dann bestimmte Zuordnungswahlrechte.

Sofern es sich bei der teilweisen nichtunternehmerischen Verwendung im engeren Sinne um eine nichtwirtschaftliche Tätigkeit handelt ( z.B. unentgeltliche, ideelle Tätigkeit eines Vereins ), so besteht grundsätzlich ein Aufteilungsgebot. Eine Zuordnung im vollen Umfang zum nichtunternehmerischen Bereich ist im Wege der Billigkeit ebenfalls möglich.

Bei einer teilweisen nichtunternehmerischen Verwendung im Rahmen einer unternehmensfremden Tätigkeit ( z.B. Entnahme für den privaten Bedarf des Unternehmers ), sind die Zuordnungsrechte des Unternehmers in der Regel folgende:

  • komplette Zuordnung des Gegenstandes zur unternehmerischen Tätigkeit
  • den Gegenstand in vollem Umfang im nichtunternehmerischen Bereich belassen
  • Zuordnung des Gegenstandes im Umfang der tatsächlichen (ggfs. zu schätzenden) unternehmerischen Verwendung seiner unternehmerischen Tätigkeit

Um den Gegenstand dem unternehmerischen Bereich zuzuordnenden, bedarf es außerdem einer unternehmerischen Nutzung von in Höhe von mindestens 10%.

Außerdem ist zu beachten, dass die Zuordnungsentscheidung zum Unternehmensvermögen spätestens und mit endgültiger Wirkung zum 31. Juli des Folgejahres zu erfolgen hat. Diese Frist gilt unabhängig von einer verlängerten Abgabefrist für die Steuererklärung. Beim Versäumen der Frist, kann eine spätere Zuordnung zum Unternehmensvermögen ausgeschlossen sein. Dies hat zur Folge, dass ein Vorsteuerabzug sowie gegebenenfalls eine spätere Korrektur nicht mehr möglich sind.

Den Veranlagungszeitraum 2018 betreffende Zuordnungen, muss eine Zuordnungsentscheidung bis zum 31. Juli 2019 erfolgt sein. In früheren Zeiträume musste die Entscheidung bereits bis zum 31. Mai des Folgejahres getroffen werden und insoweit ist hier eine Erleichterung gegeben.

Did you like this? Share it!

0 comments on “Vorsteuerabzug sichern: Frist für Zuordungsentscheidung beachten

Leave Comment