Saisonarbeit: 70-Tage-Regelung bleibt bestehen

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Mitte Dezember 2018 hat der Bundesrat das Qualifizierungschancengesetz gebilligt. Dadurch ist es möglich, dass z.B. die derzeit befristet geltenden höheren Zeitgrenzen für eine sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung dauerhaft (d. h. über den 31. Dezember 2018 hinaus) beibehalten werden.

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt demnach vor, wenn die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf 70 Arbeitstage oder maximal drei Monate begrenzt ist. Die entlastet insbesondere Betriebe im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie in der Landwirtschaft, für die Saisonarbeit einen besonders großen Stellenwert hat.

Hinweis: Kurzfristige Beschäftigungen unterliegen grundsätzlich keiner Verdienstbeschränkung! Sie sind daher im Bereich der Lohnbuchhaltung auch ein beliebtes Instrument um Mitarbeiter für nur einmalige Arbeitseinsätze, z.B. im Veranstaltungsbereich, zu entlohnen. Sobald das Entgelt jedoch 450€ im Monat übersteigt, hat der Arbeitgeber zu prüfen ob eine berufsmäßig ausgeübte Tätigkeit vorliegt. Die Beschäftigung darf für den Arbeitnehmer nur von untergeordneter Bedeutung sein. Ist dies nicht der Fall, liegt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor!

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