gegenseitige Risikolebensversicherungen von Gesellschaftern sind keine Werbungskosten

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Wenn ein Gesellschafter eine Risikolebensversicherung auf das Leben eines anderen Gesellschafters abschließt, so sind die Beiträge auch dann nicht betrieblich veranlasst wenn deren Versicherungsleistungen für betriebliche Risiken verwendet werden. Das Finanzgericht Nürnberg hat bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit einen Abzug als Werbekosten mit dieser Begründung kürzlich abgelehnt.

Sachverhalt

Der Gesellschafter-Geschäftsführer war der Meinung, dass die Risikoversicherung beruflich veranlasst war, was er u.a. wie folgt kommentierte: „Da sein Einkommen auch von der Arbeitskraft seines Vorstandskollegen abhängt, würde dessen Tod sich darauf auswirken. Das Unternehmen könne dann nicht mehr fortbestehen wodurch er kein Einkommen mehr erzielen könne. Aus diesem Grund gelte die Bedingung, den Tod des jeweils anderen durch eine Risikolebensversicherung abzusichern. Die Prämie hierfür ist als Privatperson aus der Vorstandsvergütung zu leisten. Des weiteren ist die Versicherungsleistung zweckgebunden zu nutzen, um so den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.“

Der Gesellschafter-Geschäftsführer setzte die Kosten für die Versicherung als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung an.

Das Finanzgericht überzeugte die zitierte Argumentation nicht. Die Art des versicherten Risikos ist entscheidend. Das versicherte Risiko, der Todesfall des Gesellschafters/ Vorstandes sei dem allgemeinen Lebensrisiko zuzurechnen, auch wenn wirtschaftliche Risiken dadurch abgesichert werden sollten.

Aber Achtung: Der Gesellschafter hat gegen diese Entscheidung Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. Der Fall ist somit noch nicht abschließend entschieden.

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